Die asiatische Buschmücke (Aedes japonicus japonicus) breitet sich in Deutschland immer mehr aus. Darauf haben Wissenschaftler um Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandforschung in Müncheberg hingewiesen. Die Insekten, die bislang nur in Japan, Korea und Südchina heimisch waren, sind Überträger des West-Nil-Virus. Möglicherweise sind sie auch für Infektionen mit anderen Erregern verantwortlich.
Die Forscher waren den Buschmücken im Rahmen des Projekts „ Mückenatlas” auf die Spur gekommen. Dabei waren die Bürger in Deutschland aufgefordert worden, für ein Stechmücken-Monitoring die Insekten und ihre Larven unter Angabe des Fundorts einzusenden. Die Beteiligung an dem Projekt war rege. So hatten aus dem Großraum Bonn mehrere Bewohner exotische Mücken zur Identifizierung eingeschickt.
Eine genauere Untersuchung ergab, dass vor allem im Süden von Nordrhein-Westfalen und im Norden von Rheinlandpfalz größere Populationen der Buschmücken existieren. Doreen Werner erklärt: „ Offenbar leben eine Vielzahl von Larven in Blumenvasen, Gießkannen und vielen anderen Wasserbehältern.” Die Forscher stellten fest, dass die Buschmücken bereits ein über 2000 Quadratkilometer großes Gebiet zwischen Köln, Bonn und Koblenz besiedeln.





