Der Befund könnte erklären, warum unter geistig Behinderten wie unter Hochintelligenten Männer übervertreten sind. Da sie nur ein X-Chromosomen haben, wirkt sich jede Erbanlage, die Intelligenz besonders fördert, aber auch jeder Genschaden, direkt aus. Bei Frauen dagegen, die zwei X-Chromosomen und damit alle Intelligenzgene doppelt haben, ist der Intelligenzgrad normalverteilt. Aus genetischer Sicht, meint Hameister, tragen demnach die Männer die Last der Evolution.
Die Intelligenz ist ein sehr komplexes Merkmal, das durch viele Gene und Umweltfaktoren bestimmt wird. So tragen auch Nichtgeschlechtschromosomen Intelligenz bestimmende Gene – allerdings nur ein Drittel so viele wie die X-Chromosomen, fand Hameister.





