Zum Inhalt springen
natur - Das Magazin für Natur, Umwelt und nachhaltiges Leben
AnmeldenAbonnieren
  • Erde & Umwelt
  • Biologie
  • Nachhaltigkeit
  • Rezensionen
  • natur Plus
natur - Das Magazin für Natur, Umwelt und nachhaltiges Leben
  • Erde & Umwelt
  • Biologie
  • Nachhaltigkeit
  • Podcast
  • Rezensionen
natur-Newsletter
Aktuelle Nachrichten aus Natur und Umwelt direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • Einzelheftverkauf
  • natur Marktplatz

Unsere Partner

  • Bilddatenbank natur

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen

Kontakt zur Redaktion

naturErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Tel: +49 (0)711 7594-5855
E-Mail: redaktion-natur@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.dedamals.de
© 2026 natur
Startseite/Erde & Umwelt/Artikel
Intelligentes Naturkapital
Erde & Umwelt

Intelligentes Naturkapital

Unser Leben besteht aus Transaktionen, beinahe alles hat einen Wert. Doch welchen Wert können wir dem Schutz der Biodiversität, also der Natur, zukommen lassen – von deren Intelligenz wir profitieren? Wie kann vermittelt und verstanden werden, dass eher mit dem Erhalt von Ökosystemen Geld zu verdienen ist, als mit deren Zerstörung? Bereits seit geraumer Zeit befasst sich die Wissenschaft damit, den Wert der jährlichen Leistungen, die die Ökosysteme für unsere Gesellschaft erbringen, zu berechnen. Behilflich dabei ist in vielerlei Hinsicht die Künstliche Intelligenz.
Autor
Alexander Schramm
01. März 2026
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Erde & Umwelt
Cover Kann KI die Natur retten? von Frauke Fischer und Hilke Oberhansberg

Kann KI die Natur retten? Diese Frage stellen die Biologin Frauke Fischer und die Wirtschaftswissenschaftlerin Hilke Oberhansberg in ihrem gleichnamigen Buch. In neun Kapiteln widmen sie sich intensiv und teils pointiert der Intelligenz und Evolution, dem Lernen und der Technik, der Natur und ihrer Bedrohung sowie ihrem Schutz, und immer wieder der Problematik verschiedener Kosten-Nutzen-Rechnungen.

Zwar sind die Übergänge einzelner Abschnitte nicht immer geschmeidig, allerdings fühlen wir so, dass es ein menschengemachtes und kein KI-generiertes Buch ist. Die nachvollziehbaren Ausführungen, die theoretische Erwägungen und praktische Umsetzungen verbinden, sowie die  Darstellung diverser Forschungsmodelle werden um Grafiken, Fotografien und Infokästen etwa zum Leberegel, tierischen Seismographen oder wertvollen Manganknollen angereichert.

Wie KI allein bei der genauen Beobachtung und Erfassung von Tieren helfen kann, wird mit zahlreichen Beispielen belegt: etwa wenn es um Wildtiere in unübersichtlichem Terrain, bei Nacht oder dichter Vegetation sowie im offenen Meer geht. Wie viele Elefanten sind an einem Ort, wie verlaufen ihre Wanderungsbewegungen? Doppelzählungen beim Zug der Kraniche werden vermieden. Die schönen und scheuen Belugawale können dank einer KI namens „You Only Look Once“ besser identifiziert und individuell analysiert werden.

Auf ein Problem weisen Fischer und Oberhans eindringlich hin: dass KI eine ungemein große, nicht genau zu beziffernde Menge an natürlichen, teils seltenen Ressourcen benötigt. Wie also mit KI die Natur schützen, wenn deren Ver- und Anwendung so viel Energie verbraucht, dass Biodiversität verloren geht? Ideen und Optimierungsoptionen liefern die Autorinnen ebenso, wie sie nicht verschleiern, dass sie die Schutz-Weisheit nicht mit Blättern gefressen haben. Alexander Schramm

Frauke Fischer, Hilke Oberhansberg:
Kann KI die Natur retten?
oekom verlag. 216 S., 26 €

Kommerzialisierung

Mehr aus Erde & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Erde & Umwelt.

Alle Erde & Umwelt-Artikel
Arktische Flussdeltas – unterschätzte Akteure im Kohlenstoffkreislauf
Erde & Umwelt

Arktische Flussdeltas – unterschätzte Akteure im Kohlenstoffkreislauf

15. Juni 2026

Arktische Flussdeltas speichern überproportional viel Kohlenstoff im Permafrost ihrer gefrorenen Böden – und sind daher unterschätzte…

Nasse Wildnis
Erde & Umwelt

Nasse Wildnis

14. Juni 2026

Torfmoos ist unscheinbar, doch es gilt als König des Hochmoors. Es wächst und vergeht. Oder eben nicht, denn gerade dadurch, dass es nicht…

Geschenk aus der Tiefsee: Neue Krebsfamilie entdeckt
Erde & Umwelt

Geschenk aus der Tiefsee: Neue Krebsfamilie entdeckt

12. Juni 2026

Die Lebenswelt der Tiefsee ist noch kaum erforscht. Jetzt haben Meeresbiologen im Nordatlantik eine bislang unbekannte Familie von…

Unterirdische Wurzelpilz-Netzwerke sind Billiarden Kilometer lang
Erde & Umwelt

Unterirdische Wurzelpilz-Netzwerke sind Billiarden Kilometer lang

12. Juni 2026

Verborgene Netzwerke: Die mit Pflanzenwurzeln verbundenen Mykorrhiza-Pilze bilden ein gigantisches, weltumspannendes Geflecht. Insgesamt…

← Zurück zu Erde & UmweltZur Startseite