Infektionen wie Herpes, Influenza oder Lungenentzündungen scheinen mit dem erhöhten Risiko einer tödlichen Herzkrankheit verbunden zu sein. Das berichten Mediziner der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz im Fachmagazin “Circulation” (Ausg. 105, S. 15).
Die Wissenschaftler um Hans J. Rupprecht hatten 572 Patienten mit Herzproblemen auf Antikörper für die Erreger von Herpes, Influenza, Lungenentzündungen und anderen Infektionskrankheiten untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Todesrate der Patienten in den darauffolgenden Jahren umso höher war, je mehr verschiedene Antikörper im Blut der Patienten nachgewiesen werden konnten. Bei Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen des Blutkreislaufs war dieser Zusammenhang noch deutlicher.
Die Ergebnisse müssten jedoch nicht bedeuten, dass Infektionen die Ursache für Herzkrankheiten seien, kommentiert der amerikanische Mediziner Paul Ridker in “Circulation” die Ergebnisse der Forscher. Es könnte auch sein, dass Patienten mit Herzkrankheiten empfindlicher für Erreger seien. Dennoch zeigten die Studien, dass solche äußeren Faktoren bei Herzkrankheiten eine wesentliche Rolle spielten.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





