Eine Krawatte verleiht ihrem Träger zwar oft ein gediegenes und seriöses Erscheinungsbild, Ärzte sollten nach einer neuen Studie aber lieber auf den „Kultur-Strick” verzichten. Steven Nurkin von der israelischen Universität Haifa hatte am New York Hospital Medical Center of Queen’s die Krawatten von 42 Medizinern untersucht und auf jeder zweiten Krankheitserreger entdeckt. Die häufigsten Bakterien waren dabei Staphylococcus aureus, dessen resistente Form für eine Vielzahl von Krankenhausinfektionen verantwortlich ist, sowie Klebsiella pneumoniae und Pseudomonas aeruginosa, die bei immungeschwächten Menschen unter anderem Wund- und Atemwegsinfektionen verursachen können. Nurkin glaubt, dass Ärzte die Erreger beim Herunterbeugen zum Patienten mit ihren Krawatten „einsammeln” beziehungsweise weitergeben. Der Forscher räumt zwar ein, dass die Gefahr der Bakterienübertragung im Krankenhaus durch die Berührung der Hände weit größer ist als durch Krawatten – dennoch empfiehlt er allen Ärzten, entweder auf „Halsschmuck” zu verzichten oder eine Fliege zu tragen.





