DuRant erläuterte, dass solche schulischen Beiträge das Problem der Gewalt unter Jugendlichen und an Schulen nicht allein lösen können, aber ein wesentlicher Bestandteil der Gewaltprävention seien. Gewalt unter Teenagern, die oft schon durch Erlebnisse in der Familie vorbestimmt ist, bdw berichtete, ist ein komplexes Problem, das eines umfassenden und gesellschaftlichen Lösungsansatzes bedarf.
Schon 13 Unterrichtseinheiten zum Thema Konfliktbewältigung und Gewaltprävention können das soziale Klima unter Teenagern verbessern und das friedliche Austragen von Konflikten begünstigen. Wie sich bei einem Schulversuch in Augusta (USA) zeigte, demonstrierten die Schüler, die an dem Kurs im Rahmen der Gesundheitserziehung teilgenommen hatten vor und nach dem Lehrgang ein unterschiedliches Verhalten in Konfliktsituationen. Robert H. DuRant vom Wake Forest University Baptist Medical Center, der den Schulversuch betreute, sieht durch dieses Ergebnis seine These belegt, dass entsprechende Angebote von Schulen ein notwendiger Bestandsteil der schulischen Bildung und Erziehung sind.
An dem Versuch nahmen 700 Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren aus sozial schwachen Familien mit geringen Familieneinkommen und einer hohen Kriminalitätsrate teil. Während des 13-wöchigen Kurses erlernten die Schüler, welches Verhalten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führt, wie sie Gewalt verhindern können, übten verschiedene Kommunikationstechniken und schulten ihre Fähigkeit, Zorn und Wut ohne physische Gewalt auszudrücken. Im Vergleich mit einer zweiten Gruppe von Jugendlichen, die in ähnlichen sozialen Verhältnissen lebte, zeigte sich ein Rückgang in der Gewaltbereitschaft nach dem Ende des Kurses. Es wurden weniger Kämpfe beobachtet und die Schüler verzichteten häufiger darauf, sich zu bewaffnen.
Marion Herzog





