Bakterien-imprägnierte Fasern könnten künftig selbstreinigende Kleidungsstücke ermöglichen. Alex Fowler von der University of Massachusetts at Dartmouth entwickelte zu diesem Zweck eine Vakuumpumpe und verband diese mit den hohlen Fasern der Wolfsmilchpflanze. Die Pumpe saugt anschließend einige Tropfen Escherichia Coli-hältigem Agar-Nährboden in die Fasern. Abhängig von ihrer genetischen Manipulation können diese menschlichen Schweiß fressen, so ein Bericht im Wissenschaftsmagazin New Scientist.
Im Versuch verwendete Fowler harmlose Escherichia Coli-Bakterien, die durch genetische Manipulation so verändert wurden, dass sie beim Wachstum zu leuchten begannen. Dadurch konnten die Forscher den Prozess beobachten. “Gelangen die Bakterien in die Faser entwickeln sich rasch Kolonien”, so Fowler. Er behauptet, dass er im letzten Versuch einige Hunderte Bakterien in die Fasern “schießen” konnte. Wie lange die Bakterien überleben steht derzeit noch nicht fest. Möglicherweise ermüden sie durch eine fehlende Nahrungsaufnahme nach einigen Wochen. Fowler hofft, dass er dies verhindern kann, indem er das Wolfsmilchgewächs in Nährstoffe tränkt.
Alex Lightman, CEO von Charmed Technology, einem Modeunternehmen in Kalifornien, äußert sich zur jüngsten Entwicklung: “Der Markt ist allerdings noch nicht reif für lebendige Kleidung. Ich halte die Erfindung allerdings für eine gute Idee”. Andere genmanipulierte Bakterien, die Kleidung wasserfest machen oder eine Schutzschicht produzieren, um Kleidung länger zu erhalten, könnten folgen.
pte, wawa





