Die dänische Pharmafirma Pharmexa hat am 20. März auf der 3rd European Cancer Conference in Barcelona einen neuen Impfstoff gegen Brustkrebs vorgestellt. Klinischen Studien sollen zeigen, ob die vielversprechende DNA-Vakzine sicher und beim Menschen ausreichend wirksam ist.
Das neue Ziel der Brustkrebs-Forscher ist das Eiweiß HER-2. Denn gerade aggressive Tumore produzieren reichlich von diesem Rezeptor. Der DNA-Impfstoff AutoVac soll das Immunsystem gegen HER-2 aufstacheln, damit es dieses körpereigene Eiweiß als Feind einstuft und bekämpft. Dabei wenden die Forscher einen Trick an: Der DNA-Impfstoff enthält den Bauplan eines künstlichen Eiweiß’, das aus einem Bruchstück des HER-2 und des Tetanus-Toxins besteht. Beim Impfen gelangt die DNA in Körperzellen, die daraufhin das künstliche Eiweiß herstellen. In Tierversuchen ließ sich so ohne Nebenwirkungen eine Immunantwort auf HER-2 auslösen.
Der DNA-Impfstoff aktiviert überwiegend HER-2-spezifische Killerzellen, welche die Tumorzellen direkt attackieren. Pharmexa plant nun AutoVac auch als Eiweiß-Impfstoff zu testen. Er soll die Antikörper-vermittelte Immunantwort stimulieren. Weitere klinische Tests sollen aufdecken, welche Impfstoff-Variante oder Kombination sich in welchem Fall am besten eignet.
Markus Batscheider





