Amerikanische Forscher haben eine Impfung gegen Blutvergiftung entwickelt. Der Impfstoff schützt Mäuse erfolgreich vor den fatalen Folgen der Sepsis, berichtet das Team um Kim Janda vom Scripps Research Institute in La Jolla in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie ( Bd. 41, S. 4241). Nun wollen die Wissenschaftler das Mittel möglichst bald auch bei Patienten testen.
Eine Blutvergiftung oder Sepsis kann nach einer Bakterieninfektion entstehen. Auf Gifte, die manche Bakterien produzieren, reagiert das Immunsystem dann mit Entzündungen. Das Gift als solches ist dabei weniger ein Problem als diese Reaktion des Körpers. Der Körper kann nur einen gewissen Grad an Entzündungen verkraften. Bei einer Blutvergiftung kann diese Menge überschritten werden, und der Patient stirbt.
Die Forscher um Janda haben nun ein synthetisches Gift entwickelt, das eines der häufigsten Bakteriengifte bei Blutvergiftungen nachahmt. Dieser Impfstoff hielt bei Mäusen die überschießenden Entzündungsreaktionen des Körpers auf eine Bakterieninfektion in Schach, beobachteten die Wissenschaftler.
Eine vorbeugende Impfung gegen die gefährlichen Entzündungsprozesse ist deshalb sinnvoll, weil es beispielsweise bei einer Operation im Krankenhaus zu Blutvergiftungen kommen kann.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





