Australische Forscher haben einen Impfstoff entwickelt, der die Produktion des Treibhausgases Methan bei Schafen und Rindern während der Verdauung verhindern soll. Auf dem fünften Kontinent machen die Ausdünstungen der Millionen Wiederkäuer immerhin 14 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen aus. Die Wissenschaftler der staatlichen Commonwealth Scientific & Industrial Research Organisation in Perth um den Molekularbiologen André-Denis Wright wollen mit der Impfung diejenigen Mikroben im Magen der Tiere bekämpfen, die für die Entstehung des Gases verantwortlich sind. Das brennbare Biogas wird zu 80 Prozent von so genannten methanogenen Bakterien im ersten der vier Mägen von Wiederkäuern gebildet, wenn Pflanzenfasern in ihre Bestandteile zerlegt werden. Ein Schaf produziert hochgerechnet etwa 7 Kilogramm Methangas im Jahr, ein Rind stößt sogar 114 Kilogramm aus. In ersten Versuchen mit dem neuen Impfstoff konnte das Team die „Methan-Blähungen” von Schafen bereits um acht Prozent reduzieren. Die Wissenschaftler sind zuversichtlich, dieses Ergebnis noch erheblich verbessern zu können.





