Text: Kurt de Swaaf
Wenn nur dieser Wind nicht wäre. Eisig zieht er über die Kuppe des 561 Meter hohen Mäusebergs und zupft einem im Gesicht herum. Zwei Krähen fliegen zügig an kahlen Bäumen vorbei gen Osten, unter den Stiefeln klitscht halb gefrorener Matsch: Winter in einem deutschen Mittelgebirge. Ein paar niederländische Wanderer lassen sich von der Witterung allerdings nicht beeindrucken. Die kleine Truppe hat direkt am hiesigen Dronketurm Platz genommen und trinkt gut gelaunt Kaffee aus der Thermoskanne. Bis zur Turmspitze sind es 43 Stufen – ein kurzer, aber wirklich lohnender Aufstieg, denn am Ende der Wendeltreppe wartet eine Aussichtsplattform mit grandiosen Rundumblick. Gen Süden schweift der Blick über eine weitläufige, sanft gewellte Landschaft. „Das sind die Reste der alten Verwitterungsfläche“, sagt Geograf Andreas Schüller. Millionen Jahre lang habe die Erosion dort gewirkt und alle Erhebungen abgetragen. Nach Norden hin kündigen dunkle Wolkenmassen den nächsten Schneeschauer an, darunter ragen diverse Kuppen und Kegel empor. Eine buckelige Welt. Es ist das typische Bild der Vulkaneifel. Schüller lächelt. Was für ein Unterschied, nicht wahr?





