Die Zahl der bedrohten Flachland- oder Grauergorillas (Gorilla beringei graueri) ist in den vergangenen zehn Jahren drastisch zurückgegangen: Von den nahezu ausschließlich in der Demokratischen Republik Kongo lebenden Gorillas gibt es heute wohl weniger als 5.000 Exemplare, schätzen Wissenschaftler. 1994 waren es noch etwa 17.000. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 70 Prozent, warnt die Naturschutzorganisation Conservation International.
Auch die Zahl anderer in diesem Gebiet beheimateter Tiere wie zum Beispiel Schimpansen, Elefanten, Krokodile oder Leoparden ist stark gesunken. Der Lebensraum der Arten wird durch jahrelange Kriege, exzessive Jagd, Bergbau und die wachsende menschliche Bevölkerung massiv bedroht. Zwar leben 97 Prozent der Grauergorillas in dem mehr als drei Millionen Hektar großen “Maiko-National-Park”, doch das Naturschutzgebiet existiert eher auf dem Papier und bietet keine tatsächliche Sicherheit.
“Conservation International” und andere Naturschutzorganisationen wollen nun mehrere Millionen Euro zur Verfügung stellen, damit die in dem Gebiet lebenden Tiere und Pflanzen effektiv geschützt werden können. Mit dem Geld sollen beispielsweise die wissenschaftliche Beobachtung der Tiere und Pflanzen in der Region, die Aufklärung der Bevölkerung über Naturschutz und der Aufbau ortsansässiger Organisationen ermöglicht werden.
ddp/bdw ? Cornelia Pfaff





