Auf Sri Lanka hat ein internationales Forscherteam mehr als hundert neue Froscharten entdeckt. Damit leben im Regenwald der etwa 65.000 Quadratkilometer kleinen Insel insgesamt um die 140 Arten. Eine solch enorme Vielfalt kennen Biologen sonst von tropischen Inseln wie Madagaskar oder Borneo, die mindestens zehnmal so groß sind (Science, Bd. 298).
Die Forscher um Madhava Meegaskumbura von der Universität Boston haben die Amphibien aus der Familie der Flugfrösche (Rhacophoridae) im nur 750 Quadratkilometer großen Regenwald Sri Lankas aufgespürt. Bisher waren dort lediglich 18 Arten bekannt. Die Biologen verglichen unter anderem Aussehen, Lebensweise und Erbgut der Frösche und analysierten die Verwandtschaften der Arten untereinander.
Obwohl Sri Lanka schon mehr als 95 Prozent seines Regenwaldes verloren hat, ist die Insel offenbar ein einzigartiger Lebensraum für Frösche. Um diese Vielfalt zu erhalten, sollten sowohl die übriggebliebenen Wälder geschützt als auch zerstörter Lebensraum wieder hergestellt werden, fordern die Forscher.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





