Hundefreunde sollten Acht geben: Die Lieblinge holen womöglich nicht nur alte Knochen aus dem Garten, sondern bringen auch soeben versprühte Insektizide mit ins Haus. Das ergab eine Probe-Messung von Forschern der US-Umweltschutzbehörde EPA bei einer vierköpfigen Familie. Die Wohnung war bis um das Fünfzigfache stärker mit einem bestimmten Pestizid belastet als vergleichbare Wohnungen. Wahrscheinlich habe der Hund das Gift an seinen Pfoten ins Haus geschleppt, meldet das Magazin “New Scientist”.
Zu Beginn der Studie hatte die Familie ihren Garten mit dem Insektenmittel Diazinon behandelt. Mit Diazinon, das man auch in Deutschland kaufen kann, werden vor allem Ameisen bekämpft. Im Verlauf der nächsten drei Wochen nahmen die Forscher in dem Haushalt mehrere Proben und fanden darin große Mengen des Mittels. Hauptverdächtiger ist der Hund, da an seinen Pfoten das Insektizid in 250-facher Konzentration klebte.
Noch ist nicht klar, ob die festgestellte Giftmenge schädlich für die Gesundheit ist, sagen die Forscher. Jüngste Studien legen jedoch nahe, dass schon geringe Dosen von Diazinon die Entwicklung des Nervensystems von Kindern beeinträchtigen.
Andreas Wawrzinek





