Bei den meisten geklonten Affenembryos, die äußerlich gesund aussehen, biete sich im Innern der Zellen eine “Gallerie des Horrors”, berichtet eine Forscherin der amerikanischen Firma “Advanced Cell Technology”. Wissenschaftler derselben Firma stellten kürzlich den ersten geklonten Menschenembryo vor, der allerdings nicht über das 6-Zellstadium hinauskam.
Die Forscherin Tanja Dominko hatte die Zellen von 265 geklonten Resusaffen-Embryos im 32-Zellstadium untersucht, meldet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Bislang ist es noch keinem Forscherteam gelungen, einen ausgewachsenen geklonten Affen durch den Transfer eines reifen Zellkerns in eine Eizelle herzustellen. Die möglichen Gründe fand Dominko im Innern der geklonten Zellen: Dort war der Zellkern oft beinahe aufgelöst und die Chromosomen waren in der ganzen Zelle verteilt, berichtete die Forscherin auf einer Konferenz in Washington. Die Ergebnisse könnten bedeuten, dass die Eier von Primaten eine Einzigartigkeit aufweisen, die das Klonen von Menschen und Affen erschweren, sagt sie.
Ian Wilmut dagegen, der das Schaf Dolly geklont hatte, vermutet, dass die selben Probleme bei allen Tierarten auftreten. Diese würden aber übersehen, weil alle nur auf die Klonerfolge achten, sagt Wilmut.
Marcel Falk





