Die vor Kurzem 3000 Meter unter der Meeresoberfläche gemessene Temperatur von 407 Grad Celsius bedeutet einen neuen Hitzerekord in dieser Tiefe. „Wenn man den hohen Druck dort unten und die Wassertemperatur in der Umgebung bedenkt, geht es physikalisch gesehen nicht mehr heißer”, erklärt Thomas Kuhn, Geologe am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR in Kiel.
Ein internationales Forscherteam um Andrea Koschinsky-Fritsche von der International University Bremen hatte die Rekordtemperatur an einem „Schwarzen Raucher” – einer hydrothermalen Tiefseequelle – am Mittelatlantischen Rücken gemessen, der die Grenze zwischen der afrikanischen und der südamerikanischen Platte unter Wasser markiert. Dazu benutzten die Wissenschaftler einen speziellen Temperatursensor, der durch einen Tiefseeroboter gesteuert wurde. Die bisher höchste gemessene Temperatur sind 402 Grad Celsius. Die 407 Grad Celsius stellen in 3000 Meter Tiefe einen kritischen Punkt dar, bei dem Wasser nicht mehr als Flüssigkeit, sondern als eine Art Dampf in einem Zwischenzustand von flüssig und gasförmig vorliegt.





