Computer an den Betten der Intensivstation, die Ärzten und Schwestern die Betreuung der Patienten erleichtern sollen, könnten höchst ungesund sein: Im Staub ihres warmen Innenlebens fühlen sich krankheitserregende Pilze offenbar sehr wohl, berichten US-Mediziner. Die ungesunden Sporen gelangen dann über die Lüftung in die Atemluft. Der Trend zum Einzelrechner am Krankenbett der Intensivstation muss demnach beste Hygiene rund um die Geräte nach sich ziehen.
Wir haben gesehen, dass aus den Lüftungsöffnungen der Rechner nahezu Abgase herauskamen, erklärte Gregory Forstall vom McLaren Regional Medical Centre in Michigan auf einer Konferenz der American Society for Microbiology. “In den Proben vom Lüftungsgitter und aus dem Raum fanden wir verschiedene Typen von Hefepilzen und einige Schimmelpilze”. Neben dem seltenen Krankenhauspilz “Aspergillus fumigatus” entdeckten die Mediziner weitere fünf Pilztypen, die Krankheiten hervorrufen können.
Gerade in der Intensivstation, wo das Immunsystem der Patienten meist ohnehin geschwächt ist, stellen diese Pilze eine Gefahr dar. Forstall rät Kliniken eindringlich, ihre Kontrollrechner in den Krankenzimmern zu überprüfen und vor allem rund um die Lüftungsschlitze auf höchste Sauberkeit zu achten.
Dörte Saße





