Die Aggressivität der Männer soll eine biologische Ursache haben. Tierversuche legen zumindest nahe, dass Unterschiede in der Hirnchemie Männer aggressiver machen als Frauen, erklärten amerikanische Forscher auf dem Kongress “Genom und Hormone: Ein integrativer Ansatz zu Geschlechtsunterschieden in der Physiologie” in Pittsburgh.
Die Biologen um Jonathon Toot von der Universität Akron untersuchten die Hirnchemie von aggressiven Ratten. Sie setzten dazu in Rattengruppen fremde Tiere. Diese wurden in der Regel ausschließlich von Männchen angegriffen. Die Forscher fanden, dass die Männchen um so angriffslustiger waren je weniger vom Nervenbotenstoff Serotonin sie im Gehirn hatten. “Serotoninmangel” steigere offenbar das aggressive Verhalten, sagen die Biologen. Dazu passe auch, dass Weibchen in der Regel mehr Serotonin im Gehirn haben als Männchen.
Schuld am tiefen Serotonin-Wert ist das Y-Chromosom, fanden die Forscher. Das Geschlechtschromosom, das nur bei Männern vorkommt, drossle den Gehalt des Botenstoffs.
ddp/bdw – Marcel Falk





