Fluorenzbild ergänzt die Aufnahmen der Operation
Für die Aufnahmen sind eine Kamera und ein Filterset nötig, das bis zu vier Farbstoffe zeitgleich darstellen kann. „Wie gut ein Farbstoff durch die Kamera sichtbar ist, hängt in hohem Maß von der Auswahl des richtigen Fluoreszenz-Filtersets ab. Der Filter trennt das eingestrahlte Anregungslicht vom abstrahlenden Fluoreszenzlicht, sodass sich das kranke Gewebe auch bei sehr geringer Lichtintensität von der Umgebung abhebt”, erklärt Nikolas Dimitriadis vom PAMB. Eine eigens entwickelte Software analysiert und verarbeitet die Bilder in Sekundenschnelle und präsentiert sie fortlaufend während der Operation auf einem Monitor. Dabei wird das normale Farbbild mit den Informationen aus dem Fluoreszenzbild überlagert. „Der Operateur erhält wesentlich genauere Informationen. Millimetergroße Tumorreste oder Metastasen, die er sonst womöglich übersehen würde, sind am Bildschirm im Detail zu erkennen”, sagt Dimitriadis.
OP-Mikroskope und Endoskope könnten mit der neuen Technik aufgerüstet werden, sagen die Forscher. Vom 20. bis 23. November werden sie erstmals einen Prototyp des Hightech-Geräts auf der Messe Medica 2013 in Düsseldorf präsentieren. 2014 soll sich das multispektrale Fluoreszenz-Imagingsystem dann am Menschen bewähren: Es sind erste klinische Versuche an Krebs-Patienten geplant.





