Wer schön sein will, muss leiden – wie aktuell der alte Spruch ist, muss mancher am eigenen Leib erfahren: So können Henna-Tätowierungen schmerzhafte Ausschläge verursachen und Allergien hervorrufen. Dabei ist der Pflanzenfarbstoff Henna selbst harmlos. Auslöser der Qualen ist die verbreitete Chemikalie Paraphenylen Diamin (PPD), wie der Mediziner Bj?m Hausen vom Dermatologischen Zentrum in Buxtehude im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte.
Der Zusatzstoff PPD löst bei manchen Personen juckende Hautausschläge aus, die über Monate anhalten. Zusätzlich kann die Henna-Tätowierung zu Allergien gegen PPD führen. “Man mischt Henna mit der Chemikalie, um einen dunklen Farbton zu erzeugen. PPD wird außerdem bei verschiedenen industriellen Verfahren eingesetzt. Die Allergie kann dazu führen, dass die Betroffenen bestimmte Berufe nicht mehr ausüben können”, erläutert Hausen.
Das Risiko ist in Europa und den USA jedoch begrenzt, da Tattoo-Studios in der Regel reines Henna verwenden. Anders ist es bei Anbietern am Strand oder in Entwicklungsländern. PPD wird dort öfter verwendet, weil die Kontrollen weniger streng sind.
Körpergemälde mit Henna haben in Indien lange Tradition. Weltweite Popularität erlangte das Body-Painting vor einigen Jahren, nachdem Madonna in ihrem Musik-Video “Frozen” mit hennaverzierten Händen auftrat.
Brigitte Kranz





