Warum manche Vögel zuletzt ein helles Ei legen, haben britische Forscher herausgefunden. Die Vögel halten damit Kuckuckseltern ab, ihre Eier ins fremde Nest zu setzen, berichten die Forscher um Graham Ruxton von den Universitäten Glasgow und Sussex im Fachmagazin American Naturalist.
Das helle Ei, wie etwa Spatzen es legen, zeigt den Kuckuckseltern, dass das Ausbrüten bereits begonnen hat. Das fremde Vogelküken würde deshalb nicht mehr rechtzeitig schlüpfen, und das Ei wäre verschwendet.
Wie effizient und stabil dieses System ist, haben die Forscher in Simulationen von Vogelbeständen gezeigt. Vögel, die zuletzt ein weißes Ei legen, und Kuckuckseltern, die das Signal beachten, haben die meisten Nachkommen. Schlauen Vögeln hingegen, die das weiße Ei als erstes legen und damit Kuckuckseltern täuschen wollen, glauben diese bald nicht mehr, so die Forscher.
Die theoretischen Resultate sollen nun in verschiedenen Experimenten getestet werden.
Marcel Falk





