Panikattacken und Phobien haben offenbar eine genetische Ursache. Ein spanischer Wissenschaftler fand bei 97 Prozent der untersuchten Betroffenen, dass ein Stück des Chromosoms 15 verdoppelt ist, berichtet der Nachrichtendienst “Ananova”. Solch eine Veränderung entdeckte der Forscher nur bei sieben Prozent der Gesunden. Diese Entdeckung könne zu besseren Behandlungsmöglichkeiten von Angststörungen führen, meinen Experten.
Die Abweichung scheint nicht vererbt zu werden, glaubt Xavier Estevill. Denn der Genetiker aus Barcelona konnte bei den Betroffenen nicht in allen Zellen Abweichungen finden. Experten glauben, dass Estevill einen neuen Mechanismus entdeckt hat, wie diese Erkrankungen entstehen. Seine Studien legten nahe, dass ein verändertes Gen von einem anderen Chromosom die Verdoppelung auslöst, so die Experten. Das wusste man zwar schon von Pflanzen, bei Menschen war das bisher aber unbekannt.
Marianne Diehl





