Die Naturschutzorganisation WWF lobte den Schritt. “Für ein Schwellenland ist das ein starkes Bekenntnis, denn die Preise für Elfenbein sind in letzter Zeit sehr gestiegen”, sagte Afrika-Referent Johannes Kirchgatter. In Sambia seien erst in der vergangenen Woche drei Tonnen Elfenbein aus den Asservatenkammern verschwunden, in Mosambik sei es im Februar über eine Tonne gewesen. Der WWF macht Korruption und Diebstahl dafür verantwortlich.
Tierschützer nannten die Verbrennung in Gabun einen “historischen Moment”. “Hier löst sich der Schwarzmarkt-Gegenwert von Hunderttausenden von Euro buchstäblich in Rauch auf”, so Kirchgatter.
Die Elefantenwilderei hatte nach WWF-Angaben 2011 “ein neues Rekordniveau” erreicht: Weltweit wurden mehr als 24 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt, so viel wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Schuld daran sei vor allem der Nachfrageboom aus Asien. Als Folge werde die Wilderei immer brutaler. Erst im Frühjahr sei es in einem Nationalpark in Kamerun zu einem “Massaker” gekommen. Hochgerüstete Wilderer hatten dort rund 350 Elefanten getötet.
Die Menschen in Zentral- und Westafrika wissen um die Brutalität der Wilderer. Doch viele Kunsthandwerker finden nur schwer eine Alternative.





