Im brasilianischen Regenwald gibt es neue Hoffnung für eine sicherere Zukunft des Goldgelben Löwenäffchens (Leontopithecus rosalia). Im Zuge eines WWF-Projekts zur Erhaltung hat die Zahl dieser stark bedrohten Primatenart ihren Höchstwert seit 1984 erreicht. Das tausendste Jungtier wurde im März in Freiheit geboren.
Garo Batmanian, Chef des WWF-Brasilien, bezeichnet dieses älteste WWF-Projekt als eine “Erhaltungs-Erfolgsstory”. Vor dreißig Jahren stand das Goldgelbe Löwenäffchen kurz vor seiner Ausrottung. Damals startete ein Programm zur Nachzucht, Auswilderung und zum Schutz der Tiere. In drei Jahrzehnten hat sich daraus eine Zusammenarbeit von 40 Organisationen und 140 Zoos entwickelt.
147 in Gefangenschaft geborene Tiere wurden in ihre ursprüngliche Heimat entlassen. Viele von ihnen haben bereits Nachwuchs. Das Goldgelbe Löwenäffchen kommt nur in den Küstenregenwäldern um Rio de Janeiro vor. Die Vernichtung des Lebensraums birgt die größte Gefahr für das Bestehen der Art. Zwölf Familiengruppen der Krallenaffenart wurden bereits aus isolierten Waldstücken in geeignetere Areale verbracht. In Zukunft sollen verstärkt Korridore angelegt werden, die kleine Waldgebiete miteinander verbinden.
Untersuchungen haben ergeben, dass für ein langfristiges Überleben der Art mindestens 2.000 Individuen nötig sind. Der WWF-Chef für Großbritannien, Stuart Chapman, gibt zu bedenken: “Dreißig Jahre hat es gedauert, um an diesen Punkt zu gelangen. Und doch ist die Art gerade erst dabei, sich zu erholen.”
Anna Voormann





