Sind chemische Waffen die Ursache?
Nach neuesten Erkenntnissen von US-Medizinern hängen bestimmte Krankheitssymptome von Golfkriegs-Veteranen wie etwa Gedächtnisverlust und Schwindelanfälle, mit Hirnbereichen zusammen, in denen Zellen abgestorben sind – möglicherweise durch chemische Waffen.
Robert Haley von der University of Texas hatte mit seinem Team bereits 1999 entdeckt, dass das sogenannte Golfkriegs-Syndrom mit Hirnschäden zusammenhängt. Nun jedoch ist es den Forschern gelungen, die Hirnbereiche genau mit entsprechenden Krankheitssymptomen in Verbindung zu bringen, wie sie am Jahrestreffen der Radiological Society of North America berichteten.
Demnach waren bei den 12 untersuchten Veteranen bis zu 25 Prozent der Zellen der sogenannten Basalganglien oder des Hirnstammes abgestorben. Laut Haley entspricht dies in etwa dem Grad des Zellverlustes bei Multipler Sklerose und Demenz, nur sind bei diesen andere Hirnbereiche betroffen. Symptome wie etwa Orientierungsprobleme, Gedächtnisausfälle und Depressionen konnte Haley bei Veteranen finden, deren rechte Basalganglien Zellen verloren hatten. Waren andere Hirnbereiche betroffen, fanden sich Symptome wie Verwirrtheit, Leseprobleme und Entscheidungsschwierigkeiten. “Dies erklärt, warum nicht alle Patienten dieselben Symptome haben”, sagt Haley. “Je nach betroffener Hirnregion gibt es ein oder mehrere verschiedene Symptome”. (YahooNews)
Frieder Graef





