Wissenschaftler der Universität Göttingen sind nach eigenen Angaben bei ihren Forschungen zu einem BSE-Test an lebenden Rindern einen großen Schritt voran gekommen. Es sei gelungen, im Blutserum infizierter Tiere charakteristisch veränderte so genannte Nukleinsäuren nachzuweisen, die bei gesunden Tieren in dieser Form nicht vorkämen, teilte der Direktor des Tierärztlichen Institutes, Professor Bertram Brenig, am Donnerstag mit. Aus Nukleinsäuren besteht beispielsweise die Erbinformation DNA.
Die Göttinger Wissenschaftler arbeiten seit Dezember vergangenen Jahres zusammen mit Forschern der amerikanischen Biotechnikfirma “Chronix Biomedical” in Benica (Kalifornien) an der Entwicklung eines marktfähigen BSE-Tests an lebenden Tieren. Die US-Firma habe als Ergebnis dieser Kooperation inzwischen einen Patentantrag über einen so genannten Serum-basierten Test zur BSE-Identifizierung gestellt, teilte die Universität Göttingen mit.
Bei dem neuen indirekten BSE-Nachweis handelt es sich nach Angaben von Brenig um ein praktikables, bezahlbares und sicheres Verfahren. Die Methode soll in den kommenden sechs Monaten an mehreren hundert kranken und gesunden Rindern weiter getestet werden.
dpa




