In den Analysen zeigte sich ein eindeutiger Zusammenhang zwischen den Gesichtszügen des Vaters und des Partners der jungen Frauen. Dieser betraf vor allem den mittleren Teil des Gesichts, also die Länge und Breite der Nase und den Abstand zwischen den Augen. Auch die Gesichter von Mutter und Partnerin der jungen Männer ähnelten sich mehr als zufällig. Hier bestand die Ähnlichkeit vor allem im unteren Teil des Gesichts, also bei Mundpartie und Kinn. Diese Analysen wurden auch von unabhängigen Beurteilern bestätigt, die die Ähnlichkeit der Gesichter auf einer Skala von eins bis zehn einschätzten.
Die Ergebnisse sprechen dafür, dass junge Frauen sich ihren Partner nach dem Ebenbild ihres Vaters aussuchen, während junge Männer Frauen bevorzugen, die ihrer Mutter ähnlich sehen. Grund dafür könnte sein, dass sowohl Männer als auch Frauen sich das Gesicht des andersgeschlechtlichen Elternteils von Kindheit an einprägen. Später wählen sie dann unbewusst einen Partner, der diesem Bild gleicht. Auf der anderen Seite ergab die Untersuchung keine Ähnlichkeit zwischen den Partnern der jungen Frauen und deren Müttern sowie zwischen den Partnerinnen der jungen Männer und deren Vätern. Somit ist offenbar nicht die Vertrautheit eines Gesichts allein entscheidend, sondern vor allem das Geschlecht des Elternteils.
Auch die Gesichter zweier Partner waren sich ähnlicher als zwei zufällig zusammengestellte Gesichter, ergaben die Analysen der Forscher. Dieses Ergebnis bestätigt somit das Sprichwort, dass “gleich und gleich sich gern gesellt”.





