Fast jedem dritten Labor-Nagetier könnten bereits heute quälende Toxizitättests erspart bleiben, wenn Forscher verstärkt Zellkulturen einsetzen würden. Das teilt das amerikanische Institute of Environmental Health Sciences in einer Pressemittelung mit.
Die Wissenschaftler stützen sich dabei auf zwei Forschungsberichte, die neue Methoden zur Giftigkeitsprüfung untersucht haben. Im Mittelpunkt der Studien stehen Versuche mit menschlichen Zellkulturen, die fast ein Drittel der Tierversuche in diesem Bereich überflüssig machen könnten. Die Zahl ersetzbarer Tiertests könnte nach Einschätzung der amerikanischen Experten sogar noch wachsen, sobald ganze Zelllinien für solche Versuche zur Verfügung stehen. Allerdings könne man, so die Forscher, auch im Bereich der Toxizitätsprüfung nicht völlig auf Tests mit Labortieren verzichten.
Wie giftig eine Substanz ist, wird zurzeit vorwiegend mit Hilfe so genannter LD50-Tests (lethal dose 50 Percent) in eine Zahl übersetzt. Dabei gibt der LD50-Wert die Chemikaliendosis wieder, durch die jedes zweite der Versuchstiere stirbt. Der Wert ist Grundlage von Grenzwerten und Warnhinweisen. Weltweit suchen Forscher zurzeit nach alternativen Testmethoden.
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Andrea Hoferichter





