Anhänger der Mittelmeer-Diät erkranken seltener an Diabetes Typ 2. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung an der Universität von Navarra in Spanien. Miguel Martínez-González und seine Kollegen analysierten dazu die Daten von mehr als 13.000 freiwilligen Probanden in Spanien. Über mehrere Jahre hinweg verfolgten die Forscher das Risiko der Studienteilnehmer, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Das Ergebnis war eindeutig: Eine ballaststoffreiche und auf pflanzlichen Fetten basierende Kost, verbunden mit mäßigem Alkoholkonsum, war mit einem deutlich geringeren Auftreten der Stoffwechselkrankheit verknüpft.
Bekannt war bislang vor allem die Schutzwirkung, die eine mediterrane Ernährung auf das Herz- und Kreislaufsystem hat. Koronare Herzkrankheiten etwa verlaufen wesentlich günstiger für die Patienten, wenn sie sich an die Ernährungsempfehlungen aus der Mittelmeer-Diät halten, berichten Martínez-González und seine Kollegen.
Diese Ernährungsempfehlungen beinhalten vor allem eine Reduktion tierischer Fette und von sogenannten Transfettsäuren ? diese Fettsäuren sind in vielen Milchprodukten enthalten, sowie in gehärteten Pflanzenfetten. Anstelle der genannten Fette wird in vielen Mittelmeerländern Olivenöl verwendet, das den Forschern zufolge deutlich mehr gesundheitsfördernde Merkmale aufweist.
In der Studie konnten selbst ehemalige Raucher oder Übergewichtige das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, um bis zu 83 Prozent senken, wenn sie sich an die Ernährungsempfehlungen hielten. Diese Personengruppen besitzen üblicherweise ein erhöhtes Risiko für die Stoffwechselkrankheit. Neben der richtigen Ernährung halten die Forscher vor allem eine Reduzierung des Gewichts und regelmäßige körperliche Betätigung für sinnvoll, um das Diabetes-Risiko zu senken.
Miguel Martínez-González (Universität von Navarra) et al.: British Medical Journal, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1136/bmj.39561.501007.BE ddp/wissenschaft.de ? Markus Zens





