Nach einem Gentest haben sich fünf Mitglieder einer kanadischen Familie den noch völlig gesunden Magen entfernen lassen. In der Familie lag ein Gendefekt vor, der für eine bestimmte Form von Magenkrebs verantwortlich ist, berichtet die britische Zeitung Daily Telegraph. Fünf Familienmitglieder waren bereits daran gestorben.
Ein Wissenschaftlerteam aus Großbritannien, Kanada, den USA und Portugal hatte den Gendefekt bei der 32-jährigen Natasha Benn entdeckt, nachdem deren Zwillingsschwester an der besonders gefährlichen Krebserkrankung gestorben war. Ärzte entfernten daraufhin den Magen der jungen Frau und setzten als Ersatz ein Stück Darm ein. Nach dem erfolgreichen Verlauf der Operation ließen sich noch vier weitere Familienmitglieder operieren, die denselben Gendefekt hatten. Die Wissenschaftler werten den Fall als einen großen Erfolg genetischer Tests.
Ulrich Dewald





