Wenn Karpfen Stress ausgesetzt sind, kommen sie später in die Pubertät. Das haben Wissenschaftler der niederländischen Universität Utrecht gezeigt, berichtet die Stuttgarter Zeitschrift bild der wissenschaft.
Dreimal in der Woche hat der Biowissenschaftler Dimitri Consten Karpfen einem Kälteschock ausgesetzt, indem er die Wassertemperatur in kurzer Zeit von 25 auf 14 Grad Celsius verringerte. Diese Veränderung erzeugt bei den Karpfen Stress. Daraufhin verzögerte sich die Entwicklung der Geschlechtsorgane der Tiere.
Wahrscheinlich ist eine erhöhte Konzentration am Stresshormon Kortisol im Blut der Tiere an der Verspätung schuld. Das konnte Consten mit zwei weiteren Versuchen untermauern: Wenn er bei gestressten Fischen die Produktion von Kortisol verhinderte, entwickelten sich die Tiere ganz normal. Erhielten dagegen nicht-gestressten Karpfen das Hormon, verzögerte sich auch bei ihnen die Geschlechtsreife.
Normalerweise bestimmen in der Pubertät bestimmte Hormone, so genannte Steroide, die Entwicklung der Geschlechtsorgane. Das unter Stress produzierte Kortisol hemmt jedoch die Produktion der Steroide.
Cornelia Pfaff





