Gestresste Hühner legen häufig Eier mit unschönen “Pickeln” auf der Oberfläche. Das haben Tiermediziner der Universität Glasgow herausgefunden. Bei der rund zwanzig Stunden dauernden Eierproduktion werden dem Kalk der Schalen bestimmte Eiweiße zugesetzt. Bei Stress verzögern die Hennen ihre Eierproduktion und diese Absonderungen werden säurehaltiger. Dadurch verändert sich die Oberfläche der Eier, berichten Sally Solomon und ihre Kollegen in einer Pressemitteilung der Universität.
Die pulverartigen Rauigkeiten auf der Oberfläche gelten bei vielen Verbrauchern als Zeichen minderer Qualität. Der Marktpreis solcher Eier ist daher geringer, obwohl ihr Nährstoffgehalt grundsätzlich nicht schlechter ist. Durch eine Untersuchung der Oberfläche könnten Hühnerzüchter Stress bei ihren Vögeln leicht erkennen, schreiben die Forscher.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





