Säuglinge, die gestillt werden, haben später als Erwachsene niedrigere Cholesterinwerte und gesündere Herzen. Das geht aus einer im Fachmagazin “Pediatrics” veröffentlichten Studie amerikanischer Mediziner hervor (Nr. 110, S. 597).
Die Ernährung mit Muttermilch führt in den ersten Lebensmonaten zunächst zu hohen Cholesterinwerten, fanden die Wissenschafter um Christopher Owen vom St. George-Krankenhaus in Tooting heraus. Im späteren Leben scheine sich die Stillzeit dagegen positiv auf den Fetthaushalt und damit den Cholesterinspiegel auszuwirken, berichten die Forscher nach der Auswertung mehrerer Studien über Cholesterin und der Daten von rund 1.500 Erwachsenen.
Falsche Ernährung, Übergewicht oder Bewegungsmangel seien zwar wichtige Risikofaktoren für Herzkrankheiten bei Erwachsenen. Die Weichen für einen veränderten Blutfetthaushalt würden jedoch bereits in der frühen Kindheit gestellt, vermuten die Mediziner.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





