Durch die Bewegungen und Gesten müssen sich die Redner weniger auf ihre Erklärungen konzentrieren, vermuten die Forscher. Sie könnten daher mehr ihrer geistigen Ressourcen für das Erinnern aufwenden.
Gestikulieren steigert die geistigen Fähigkeiten eines Redners, haben Forscher der Universität Chicago herausgefunden. Wer beim Sprechen die Arme und Hände bewegt, kann weitere Gehirnbereiche nutzen und erleichtert sich so das Denken und Erinnern, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin “Psychological Science” (Ausg. 12, Nr. 6).
Die Psychologen um Susan Goldin-Meadow ließen fast hundert Versuchspersonen die Lösung eines mathematischen Problem erläutern. Gleichzeitig sollten sie eine Reihe von Zahlen oder Buchstaben im Gedächtnis behalten. Die Probanden, die beim Sprechen gestikulieren durften, schnitten dabei deutlich besser ab als diejenigen, die sich nicht bewegen durften.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





