Ihr Wasser ist oft salziger als das der Ozeane: Salzseen liegen meist in Trockenregionen der Erde und sind durch die Anreicherung von Mineralen im Zuge starker Verdunstung entstanden. Ihre Bedeutung ist größer als man meinen könnte: Sie enthalten rund 44 Prozent des gesamten Seenvolumens der Erde – allerdings mit stark abnehmender Tendenz. Durch Übernutzung von Zuflüssen durch Siedlungen, die Landwirtschaft sowie durch Veränderungen im Zuge des Klimawandels, verlieren viele Salzseen der Erde zunehmend an Wasser. Bekannte Beispiele für den enormen Verlust von Wasserflächen in den letzten Jahrzehnten sind der Aralsee, das Kaspische Meer, der Urmia-See und der Great Salt Lake. Die Verluste wirken sich in komplexer Weise negativ aus: Unter anderem werden Lebensräume für Tiere zerstört und die Trockenflächen können durch Aufwirbelungen des Sediments die Luftqualität weiträumig beeinträchtigen.





