Eine genetische Mutation, die in Burkina Faso besonders häufig vorkommt, schützt Menschen in Westafrika vor Malaria. Das haben Wissenschaftler um David Modiano von der Universität Rom entdeckt. Wie das Team in der aktuellen Ausgabe von Nature berichtet, liegt die punktuelle Veränderung des Erbguts im Bauplan für Hämoglobin, das Sauerstofftransport-Molekül in den roten Blutkörperchen.
Wie die Forscher berichten, ist das Risiko, an Malaria zu erkranken, 93 Prozent niedriger, wenn ein Mensch die Veränderung im Gen für Hämoglobin von beiden Elternteilen geerbt hat. Besaß nur ein Elternteil diese Genvariante, so ist das Malaria-Risiko immerhin 29 Prozent niedriger.
Noch ist unklar, welcher Mechanismus der Schutzwirkung des Gens zugrunde liegt. Die Forscher hoffen jedoch, dass ihre Entdeckung neue Ansätze für die Behandlung von Malaria eröffnet.
Adam Bostanci





