Auch nach der Explosion einer Bombe kann ein genetischer Fingerabdruck den Bombenbauer überführen. Das haben Gerichtsmediziner aus den USA in Experimenten nachgewiesen, wie das britische Wissenschaftsmagazin “New Scientist” in seiner Online-Ausgabe berichtet.
Die Wissenschaftler um Kelly Esslinger von der Staats-Universität in East Lansing ließen zehn Freiwillige zwanzig Rohrbomben zehn Sekunden lang berühren. Anschließend lagerten die Forscher die Sprengkörper einen Monat lang in sterilen Beuteln und zündeten sie dann in einem mit Erde und Steinen bedeckten Loch.
Mit einem hochsensiblen Verfahren zum Aufspüren von Erbgut konnten die Wissenschaftler aus den Überresten jeder fünften Bombe den genetischen Fingerabdruck des fiktiven Bombenlegers identifizieren. Bei ebenso vielen stellten sie immerhin noch geringe Spuren seines Genmaterials sicher.
Ulrich Dewald





