Ein genetischer Fingerabdruck, wie er von der Polizei oft bei der Suche nach Mördern oder Vergewaltigern genutzt wird, enthält nicht nur Hinweise auf den Täter. Er sagt auch etwas darüber aus, ob eine untersuchte Person eine Veranlagung für Diabetes besitzt. Das berichtet das britische Magazin “New Scientist”.
Bei einem genetischen Fingerabdruck werden kleine Teilstücke der Chromosomen eines Menschen untersucht. Das Ergebnis der Untersuchung fällt bei jedem Menschen anders aus. Daher kann die Polizei mit der Methode eindeutig feststellen, ob von einem Verdächtigen Haare oder Spermarückstände stammen, die am Tatort gefunden wurden.
Bisher galt die Methode aus Sicht vieler Datenschützer als unbedenklich. Ging man doch bisher davon aus, dass ein genetischer Fingerabdruck zwar die Identität eines Menschen eindeutig bestimmt, aber darüber hinaus keine weiteren Informationen enthält.
Die Forscher haben die Entdeckung bereits im vorigen Jahr gemacht und in einem Fachmagazin veröffentlicht. Allerdings drangen damals die Informationen nicht an die Öffentlichkeit. Auch Politiker haben die Erkenntnisse nicht zur Kenntnis genommen. Die britische Regierung plant derzeit jedoch einen häufigeren Einsatz des genetischen Fingerabdrucks. Daher hat sich Alec Jeffreys, ein Mitglied des Forscherteams, entschlossen, die Erkenntnis über die Gesundheitsinformation auf dem genetischen Fingerabdruck der Öffentlichkeit bekannt zu machen, schreibt der “New Scientist”.
Joris Maling





