Frauen mit Gewichtsproblemen in den Wechseljahren können dies jetzt wahrscheinlich auf die Gene schieben – zumindest wenn es sich um den Fettansatz im Bauch- und Hüftbereich handelt. US-Forscher von der Mayo Clinic schlussfolgern dies aus Daten, die über einen Zeitraum von 50 Jahren erhoben worden sind.
Mit Hilfe von Segregations-Analysen haben Janet Olson und ihre Kollegen herausgefunden, dass bei Frauen nach der Menopause die Fettverteilung genetisch beeinflusst wird, im Unterschied zu Frauen vor der Menopause. Bei solchen Segregations-Analysen wird ermittelt, welche typischen Merkmale in einer Familie von Generation zu Generation weitergegeben werden. Dies hatte Olson bei 500 Frauen untersucht.
Übermäßig viel Fett im Bauchbereich ist erwiesenermaßen mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), von Herzerkrankungen oder von Brustkrebs verbunden. Generell sei wenig abdominelles Fett und ein niedriges Verhältnis des Taillenumfangs zum Hüftumfang günstig, so Olson. Offenbar werden bei Frauen bestimmte Gene nach der Menopause unterschiedlich aktiviert. Als nächstes wollen die Wissenschaftler ermitteln, um welche Gene genau es sich dabei handelt.
Dr. Thomas Meißner





