Viele Menschen können sich in Gesellschaft dem Konsum von Alkohol oder anderen Drogen nicht entziehen. Dies kann genetisch bedingt sein, meinen australische Wissenschaftler der Queensland University of Technology in Brisbane. Die Forscher um Ross Young vermuten, dass Menschen mit der A1-Variante des D2-Dopamin-Rezeptor-Gens (DRD2) besonders anfällig dafür sind, zu Drogen zu greifen. DRD2 ist die Anleitung für den Bau eines Proteins, das den Hirnbotenstoff Dopamin erkennt. Bereits in früheren Studien war ein Zusammenhang zwischen der A1-Variante von DRD2 und Suchtverhalten festgestellt worden. Young und sein Team fanden nun heraus, dass dieses Gen durch sozialen Stress – etwa Gruppenzwang – aktiviert wird. Die Wissenschaftler hatten in einer Studie Vietnam-Veteranen untersucht, von denen einige wegen ihrer Kriegserlebnisse Drogenprobleme hatten. 70 Prozent dieser Männer waren Träger der A1-Variante von DRD2.





