Das Gehirn schützt sich mit einem eingebauten Regler vor Stress: Vernetzen sich die Hirnzellen im Laufe der Entwicklung immer stärker und prasseln deshalb auf eine Zelle zunehmend mehr Signale ein, reagiert diese auf die einzelnen Reize immer schwächer. Damit sei garantiert, dass Nervenzellen stets etwa gleich aktiv sind und unter der Signalflut nicht zusammenbrechen, schreiben amerikanische Forscher in einer Vorabpublikation der Fachzeitschrift “Nature Neuroscience”.
Die Biologen um Gina Turrigiano von der Brandeis-Universität in Waltham (USA) hatten Ratten im Dunkeln und bei Licht aufgezogen und die Aktivitäten in den für das Sehen zuständigen Hirnregionen miteinander verglichen. Ergebnis: Die Nervenzellen der im Dunkeln groß gewordenen Tiere reagierten viel stärker auf einzelne Reize als die Zellen der Tiere, die beim Heranwachsen im Hellen viele Lichteindrücke verarbeiten mussten.
ddp/bdw – Marcel Falk





