Trotz allgemein verfügbarer Rötelnimpfung gibt es in Deutschland immer noch Infektionen während einer Schwangerschaft. Damit ist die Gefahr einer schweren Schädigung des Embryos verbunden.
1998 seien bei 0,8 bis 3 Prozent der 18- bis 30-jährigen Frauen keine Antikörper gegen das Virus nachzuweisen gewesen, teilte das Robert Koch-Institut am Montag in Berlin mit. Das entspreche 52.000 bis 194.000 Frauen, die bei einer Infektion während der Schwangerschaft die Schädigung des ungeborenen Kindes riskieren. Im Jahr 1999 seien vier, im Jahr 2000 fünf so genannte konnatale Röteln gemeldet worden. Die tatsächliche Zahl werde auf das Zehnfache geschätzt.
In Finnland, Schweden und den USA seien dagegen konnatale Röteln fast ausgerottet, teilte das Institut mit. Erst wenn mehr als 90 Prozent der Kleinkinder im Laufe des zweiten Lebensjahres geimpft würden, könnten auch in Deutschland die konnatalen Röteln ausgemerzt werden, hieß es. Ohne Impfung erfolgen den Angaben zufolge 80 bis 90 Prozent der Erkrankungen im Kindesalter.
dpa





