Bei jungen Frauen ist die Todesgefahr durch Ecstacy-Konsum höher als bei jeder anderen demographischen Gruppe. Der Grund dafür sei im Östrogengehalt im Blut der fortpflanzungsfähigen Frauen zu suchen, sagten Wissenschaftler des Kings College in London.
Wenn Ecstacy in den Kreislauf gelangt, speichert der Körper übermässig viel Wasser. Denn durch den Abbau von Ecstasy wird die Körpersubstanz HMMA produziert. Diese führt zur Ausschüttung von Hormonen, die dem Körper mitteilen, dass er Wasser braucht. Diesen Kreislauf aber können insbesondere Frauen mit hohen Östrogenwerten nicht durchbrechen.
Zusätzlich erhöht die Situation und Umgebung, in der Ecstasy eingenommen wird, das Risiko. Die erhöhte Körpertemperatur beim Tanzen führt ebenfalls zu vermehrter Einnahme von Flüssigkeit. Durch die riesigen Wassermengen aber kann der Natriumhaushalt ins Ungleichgewicht geraten. Das kann tödliche Folgen haben. (Die Studie wurde auf dem jährlichen Treffen der Endocrinologiegesellschaft in London vorgestellt.)
Judith Tackett





