Warum viele Tiere und Menschen je fünf Finger und Zehen haben, hat ein britischer Forscher an Mäusen untersucht. Mehr als fünf Glieder würden beim Laufen stören und Verkrümmungen der Knochen verursachen, berichtet Chris Hayes vom Zentrum für Neurowissenschaften in Harlow im Wissenschaftsmagazin “New Scientist”. Daher konnten sich in der Evolution nur Tiere durchsetzen, die fünf oder weniger Finger und Zehen hatten. Zu ihnen gehört auch der gemeinsame Vorfahre von Mensch und Maus.
Für seine Studie hat Hayes Mäuse untersucht, die auf Grund eines Gendefektes bis zu zehn Zehen besaßen. Tiere mit mehr als fünf Zehen konnten ihren Fuß nicht flach auf den Boden setzen. Manche mussten auf ihren Knöcheln gehen und konnten sich nur schwer bewegen. Auch beobachtete der Wissenschaftler, dass die Knochen solcher Mäuse häufig verformt waren.
Viele Tiere schöpfen das mögliche Maximum an Fingern jedoch nicht aus und kommen auch mit weniger als fünf Fingern gut zurecht. So etwa Pferde, die sich auf den Spitzen nur je eines einzigen Fingers bewegen, der sich zum Huf entwickelt hat.
Ulrich Dewald





