In Deutschland sind nach Expertenschätzungen fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebserkrankungen erblich bedingt. Das Krebsrisiko werde mit den Genveränderungen in betroffenen Familien vererbt, sagte Professorin Ursula G. Froster, Direktorin des Instituts für Humangenetik der Universität Leipzig, bei der Vorstellung erster Daten einer Studie zum familiären Brust- und Eierstockkrebs.
Weitere Ergebnisse des bundesweiten Forschungsprojekts, das von der Deutschen Krebshilfe mit fast 25 Millionen Mark finanziert wird, sollen auf dem Leipziger Patientenforum (7. bis 9. Juni) vorgestellt werden.
Zwar lasse sich trotz intensiver Betreuung der Hochrisiko-Familien das Auftreten von Brustkrebs nicht verhindern. Werde die Entstehung eines Tumors jedoch früh genug erkannt, könne bei den meisten Patientinnen brusterhaltend operiert werden. “Brustkrebs ist heute sehr gut behandelbar, wenn er früh erkannt wird”, sagte Froster.
Brustkrebs ist nach Angaben der Stiftung das häufigste Frauen-Krebsleiden in den Industrienationen. In Deutschland ist im Laufe ihres Lebens jede zehnte Frau davon betroffen. Jährlich erkranken bundesweit 46.000 Frauen daran, 18.000 Patientinnen sterben. Im Kampf gegen den Brustkrebs werden jährlich 68.000 Operationen notwendig. Behandlung, Rehabilitation und Medikamente zur Krebstherapie kosten
jährlich mehr als zwei Milliarden Mark.
dpa





