Frühreife Mädchen neigen zu Körperfülle, frühreife Jungen dagegen werden eher groß und schlank. Das zeigt eine amerikanische Studie an über 3000 Kindern im Alter zwischen 8 und 14 Jahren. Ob dafür biologische Ursachen oder unterschiedliche Anforderungen der Gesellschaft an Jungen und Mädchen verantwortlich sind, sei noch nicht geklärt, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift “Pediatrics”.
Die Ernährungswissenschaftler um Youfa Wang von der Universität Illinois in Chicago hatten die Daten der amerikanischen “Dritten Nationalen Studie zu Gesundheit und Ernährung” analysiert. Sie untersuchten dabei Körpergröße, Gewicht und Anzeichen von geschlechtlicher Reife bei Jungen und Mädchen und glichen die Daten mit verschiedenen Faktoren wie Ernährung und Sport ab. Demnach werden frühreife Jungen größer, aber nicht schwerer, als ihre Altersgenossen. Mädchen dagegen, die früh ihre geschlechtliche Reife entwickeln, werden größer und schwerer.
Dieser Zusammenhang und die zugrunde liegenden Ursachen müssten dringend erforscht werden, fordert Wang. Die Ergebnisse könnten helfen, Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen zu verhindern oder besser in den Griff zu kriegen. Wie dringend das ist, zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie der Weltgesundheitsorganisation, die Fettleibigkeit zu den bedeutendsten Gesundheitsproblemen zählte.
ddp/bdw – Marcel Falk





