Forschern ist es gelungen, einen unterirdischen See in der Antarktis „anzuzapfen”. Das US-Team um John Priscu von der Montana State University in Bozeman durchbrach mit einem speziellen Bohrverfahren die 800 Meter dicke Eisschicht über dem Lake Whillans und entnahm Wasser- und Sedimentproben. Da der See seit Jahrmillionen von der Außenwelt abgeschnitten ist, erhoffen sich die Wissenschaftler die Entdeckung unbekannter und exotischer Lebensformen.
Aus einem recht banalen Grund ist das Anbohren eines anderen unterirdischen Sees in der Antarktis gescheitert: Den Forschern des British Antarctic Survey (BAS) um Martin Siegert von der University of Bristol ging der Sprit aus, um den Bohrer anzutreiben. Sie hatten zum Lake Ellsworth vordringen wollen, der rund drei Kilometer unter dem Eis liegt. Doch nachdem zu Beginn des Experiments zeitraubende technische Probleme aufgetreten waren, wurde das Kerosin knapp. Die Bohrung musste abgebrochen werden. Wann ein neuer Versuch beginnt, ist unklar. Die Forscher hatten sich 16 Jahre lang auf den jetzt gescheiterten Versuch vorbereitet.





