Drei von vier Freizeitkletterern entwickeln bereits bei einfachen Bergtouren ein leichtes Höhenlungenödem. Die Erkrankung trete somit weit öfter auf als gedacht, berichtet ein internationales Medizinerteam in der Fachzeitschrift “The Lancet” (Bd. 359, S. 276).
Bei einem Höhenlungenödem gelangt durch erhöhten Blutdruck in den Lungenarterien Flüssigkeit in die Lungen. Bislang hatten Experten vermutet, dass nur Menschen mit einer entsprechenden Veranlagung ein Ödem entwickeln. Doch auch bei fast drei Vierteln der Kletterer, die noch keine eindeutigen Symptome zeigten, konnten die Mediziner um George Cremona von der St. Raffaele Universität in Mailand bei eingehenden Untersuchungen ein Höhenlungenödem ausmachen.
Der Italiener und seine Kollegen haben 262 Bergsteiger untersucht, die den 4.559 Meter hohen Monte Rosa an der italienisch-schweizerischen Grenze bezwangen. Sie überprüften die Kletterer vor dem Aufstieg und eine Stunde, nachdem sie den Gipfel erreicht hatten.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





