Vor Jahren hat die Weltgemeinschaft beschlossen, die Emissionen weltweit drastisch zu senken. Der Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen sollte dadurch auf zwei Grad Celsius begrenzt werden – zwei Grad mehr als vor Beginn der Industrialisierung. Ob sich dieses Zwei-Grad-Ziel jedoch halten lässt, will niemand mehr beschwören. Wie sollte sich Deutschland und darüber hinaus Europa als größter Verfechter des Ziels verhalten? Sollte man es aufgeben, weil es kaum noch erreichbar ist? Oder sollte man unbedingt daran festhalten – und falls ja: mit welchen Argumenten? Anders gefragt: Wie lässt sich für ein Ziel streiten, das offenbar nur erreicht werden kann, wenn Länder wie China, die USA und Indien mitziehen?
© natur.de – Dirk Liesemer





