Einem Bericht der Schweizer Zeitung “Blick” vom Montag zufolge war auch die Züricher Firma Prionics an der Untersuchung beteiligt. Das bestätigte Prionics-Mitinhaber Markus Moser auf Anfrage. Er hält es für möglich, dass die Prionen über das Blut in den Urin gelangen.
Im Urin von Menschen, Kühen und Hamstern finden sich Eiweiße, die den Erregern der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und des Rinderwahnsinns sehr stark ähneln. Der Nachweis dieser nur leicht veränderten Form der krank machenden Prionen ist Forschern des Agnes Ginges Zentrums für Neurogenetik in Jerusalem gelungen. Dies könnte die Diagnose der Hirnkrankheiten verbessern, schreiben die Wissenschaftler im amerikanischen Fachblatt “Journal of Biological Chemistry”. Der vorab im Internet veröffentlichte Beitrag soll in einer der kommenden Ausgaben erscheinen.
Die Forscher hatten den Hamstern die Prionen-Abart gespritzt, fanden aber nach 270 Tagen keine Anzeichen der Hirnkrankheit. Dies spreche unter anderem dafür, dass die nun beschriebene Prionen-Form einen anderen Krankheitsmechanismus hätten, heißt es in dem Bericht weiter. Der Nachweis der nun beschriebenen Prionen ließe sich aber womöglich zur Diagnose von Hirnkrankheiten bei Tier und Mensch einsetzen, lange bevor erste Anzeichen der Leiden sichtbar würden. Bislang ist der sichere Nachweis dieser Krankheiten erst durch die Untersuchung von Hirngewebe nach dem Tod möglich.
dpa





